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Artikel

Aufgaben angehender Industriekaufleute im Controlling: Ansätze zur Modellierung des Gegenstandsbereichs

Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik
Band 111 / 2015 / Heft 3
S. 417–436

Details

Ziel des Verbundprojekts DomPL-IK ist die Modellierung und Messung domänenspezifischer Problemlösekompetenz von (angehenden) Industriekaufleuten im Bereich Controlling. Für die Entwicklung eines ökologisch validen Messverfahrens muss dabei zunächst der Handlungskontext innerhalb der Bezugsdomäne exploriert und im Hinblick auf Ansatzpunkte zur Kompetenzerfassung detailliert beschrieben werden (Modellierung des Gegenstandsbereichs). Im Kern dieses Beitrags steht daher die Frage, mit welchen typischen Arbeitstätigkeiten, Aufgaben und Anforderungen aus dem Bereich Controlling sich Industriekaufleute im beruflichen Alltag auseinandersetzen. Während sich die Analyse von Ausbildungsrichtlinien, Rahmenlehrplänen sowie Lehrbüchern insbesondere für das Abstecken des Tätigkeitsfeldes mit Blick auf die inhaltliche Ausgestaltung von Lehr-Lern-Prozessen eignete, erfolgte über Tagebuchstudien eine Annäherung an die Anforderungen der beruflichen Praxis. Vertiefte Einblicke in die Struktur des Tätigkeitsfeldes konnten durch Befragungen von Vertretern der an der Ausbildung beteiligten Gruppen (Lehrkräfte, Ausbilder/innen und ausbildende Fachkräfte, Auszubildende) gewonnen werden. Es zeigte sich, dass der Bereich Controlling eine zentrale Stellung innerhalb der kaufmännischen Domäne einnimmt, diesbezügliche Problemlösekompetenzen in der Ausbildung bislang allerdings nur wenig angesprochen werden. In der Praxis agieren angehende Industriekaufleute hauptsächlich im operativen Controlling, wobei die dabei erlebten Problemsituationen tendenziell von mittlerer Komplexität sind. Typische Tätigkeiten liegen vor allem in den Bereichen Informationsversorgung sowie Planung und Kontrolle. Die (detaillierten) Ergebnisse der Gegenstandsmodellierung bilden den Ausgangspunkt für die Gestaltung der Problemszenarien in der Test umgebung sowie der darin enthaltenen problemhaltigen Aufgaben.

The joint research project DomPL-IK aims at modeling and measuring domain-specific problem-solving competencies of industrial clerks in the area of controlling. In order to develop an ecologically valid assessment, it is necessary to explore possible fields of activity and to thoroughly model the domain with regard to testing issues. Thus, this paper focuses on typical work activities, tasks and job requirements of industrial clerks relating to controlling. While the analysis of training guidelines, syllabuses and textbooks proved useful to identify content specific tasks of industrial clerks, diary studies offered a deeper insight into daily business tasks within the working environment. In-depth information about the structure of working activities was obtained through expert interviews with representatives of the different groups being involved in the training programs (school teachers, in-company trainers, trainees). Results indicate that controlling is of crucial relevance within the commercial domain, while respective problem solving competencies, however, only play a minor role within apprenticeships and training programs. In their daily workplace, industrial clerks mainly act in operations management (operative level), where most of the problem situations experienced are of medium complexity. Typical work activities belong to information provisioning and planning and control. The problem scenarios within the test environment as well as the problem-oriented tasks involved were being designed in accordance with the (detailed) results of the domain modelling process as described in this paper.

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