Product was successfully added to your shopping cart.
Artikel

Entwicklungslogisch strukturierte berufliche Curricula: Traditionen, Innovationen und Illusionen

Ein Konzept im Kontext der Curriculumdiskussionen

Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik
Band 111 / 2015 / Heft 1
S. 11–30

Details

Curriculumforschung und Curriculumentwicklung sind national wie international ein bildungspolitisches und bildungstheoretisches Dauerthema, um das es allerdings in den letzten Jahren stiller geworden ist; außerdem sind Akzentverschiebungen zu beobachten. In der Bundesrepublik ist etwa zeitgleich mit der durch die KMK ziemlich unvermittelt eingeführten Lernfeldorientierung der Berufsschul-Curricula ein anderes Modell zur Diskussion gestellt worden, nämlich das Konzept der „Entwicklungslogisch strukturierten beruflichen Curricula“, im Wesentlichen auf Rauner fußend. Dieses Modell versucht, das Kompetenzstufenmodell von Dreyfus/Dreyfus auf die beruflichen Curricula anzuwenden (wobei Stufung ein althergebrachtes curricular-didaktisches Prinzip ist) und mit Hilfe von „developmental tasks“ gemäß Havighurst für die Praxis der beruflichen Bildung brauchbar und handhabbar zu machen, und zwar mit der Vorgabe von beruflichen Arbeitsaufgaben (die in der beruflichen Bildung ebenfalls eine lange Tradition besitzen). In dem vorliegenden Beitrag wird nachgewiesen, dass beide Bezugnahmen problematisch und nicht haltbar sind, wofür ja auch die gescheiterte Entwicklung der Curricula für den Kfz-Mechatroniker ein Beispiel ist. Der Impuls, der von den Initiatoren für die Reform der beruflichen Bildung erhofft worden ist, ist also weitgehend verpufft, ohne nachhaltig Spuren zu hinterlassen, wohl nicht zuletzt deswegen, weil die Anschlussfähigkeit dieses Konzepts zu den vorherrschenden Curriculumdiskussionen nicht genügend berücksichtigt worden ist.

Also Purchased