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Artikel

Modellierung und Messung domänenspezifischer Problemlösekompetenz bei angehenden Industriekaufleuten

Entwicklung eines Testinstruments und erste Befunde zu kognitiven Kompetenzfacetten

Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik
Band 111 / 2015 / Heft 2
S. 189–207

Details

Der kaufmännische Arbeitsalltag erfordert in zunehmenden Maß domänenspezifische Problemlösekompetenz. Diese umfasst nach unserem Verständnis neben domänenspezifischem Wissen auch selbstregulatorische/metakognitive Fähigkeiten sowie nicht-kognitive Facetten (Selbstkonzept und Interesse). Im Rahmen des Verbundprojekts DomPL-IK (Domänenspezifische Problemlösekompetenz bei Industriekaufleuten) haben wir ausgehend von einem mehrdimensionalen Kompetenzmodell problemhaltige Szenarien für die Erfassung domänenspezifischer Problemlösekompetenz von Industriekaufleuten entwickelt und in einer Pilotstudie mit angehenden Industriekaufleuten (n = 86) und IT-Systemkaufleuten (n = 37) erprobt. Der vorliegende Beitrag konzentriert sich auf die Auswertungen im Bereich der Wissensanwendung. Die in einem ersten Schritt vorgenommene feingliedrige inhaltsanalytische Kodierung wurde anschließend zu Partial Credits verdichtet, die dann wiederum für die Fähigkeitsschätzung mittels IRT herangezogen wurden. Das erwartungsgemäß bessere Abschneiden der Industriekaufleute beim Lösen der dargebotenen Problemszenarien (im Vergleich zu IT-Systemkaufleuten) kann - mit der gebotenen Zurückhaltung - als Indikator für die curriculare Validität der Szenarien gedeutet werden. Auf Potenziale zur Verbesserung sowohl der Problemstellungen als auch der Auswertungsmethoden verweisen dagegen insbesondere die stellenweise nicht zufriedenstellenden internen Konsistenzen (Reliabilitätswerte) sowie inhaltliche Schwierigkeiten der Testteilnehmenden bei der Bearbeitung der Szenarien.

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