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Leibniz in Latenz

Überlieferungsbildung als Rezeption (1716–1740)

Studia Leibnitiana – Sonderhefte
Band 50

1. Edition
(2017)
262 Pages, 3 schw.-w. u. 25 farb. Abb.
ISBN 978-3-515-11474-5 (Print)
ISBN 978-3-515-11481-3 (eBook)

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https://elibrary.steiner-verlag.de/book/99.105010/9783515114813

Der Zeitraum von Gottfried Wilhelm Leibniz' Tod 1716 bis zum Herrschaftsantritt des roi philosophe Friedrich des Großen 1740 war eine der spannendsten, geheimnisvollsten und besonders prägenden Phasen der Leibnizforschung. Leibniz' Bild wurde noch von seinen Zeitgenossen mitbestimmt, neben der fixierten schriftlichen Überlieferung – nicht zuletzt in Form der erscheinenden Briefeditionen – stand noch die lebendige, volatile Erinnerung von Korrespondenten und Gesprächspartnern in der öffentlichen Fama: Leibniz in Latenz!

Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes beleuchten in ihren Beiträgen erstmals diese stark durch Überlieferungsbildung des Leibniz-Materials gekennzeichnete Zeit unmittelbar nach Leibniz' Tod.

Nora Gädeke
Nora Gädeke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Archiv in Hannover und gegenwärtig die beste Kennerin des Briefwechsels von Leibniz und dessen Netzwerkes in der europäischen Gelehrtenrepublik.

Wenchao Li
Wenchao Li ist Leiter der Potsdamer Leibniz-Editionsstelle der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ferner verantwortlich für die historisch-kritische Edition der Politischen Schriften von Leibniz. Von Juli 2010 bis Juni 2017 war Träger der Leibniz-Stiftungsprofessur in Hannover. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Schriften und Philosophie von Leibniz, die Geschichte europäischer wie chinesischer Philosophie, Wissenschafts- und Technikphilosophie. Li ist ferner Mitherausgeber der studia leibnitiana.

  • INHALTSVERZEICHNIS5-7
  • WENCHAO LI (Hannover/Potsdam): Vorwort7-9
  • NORA GÄDEKE (Hannover): Einführung „und werden sich eine Menge von gelehrten Geheimnissen unter seinen Sachen finden“: Zur Frühzeit der Leibniz-Rezeption und ihrer Quellenbasis9-33
  • SABINE SELLSCHOPP (Potsdam): Versprengte Überlieferung von Leibnitiana. Ein Überblick auf der Basis des Arbeitskatalogs der Leibniz-Edition33-47
  • FRITZ NAGEL (Basel): Leibniz-Briefe in Basel. Handschriftliche Textzeugen außerhalb des Bernoulli-Briefcorpus47-63
  • CHARLOTTE WAHL (Hannover): Zur Provenienz der Gothaer Leibnitiana Chart. A 448-449 und zum umstrittenen Leibnizbrief63-85
  • STEPHAN WALDHOFF (Potsdam): Das Warschauer Material: Quellen und Rezeptionsspuren85-117
  • STEFAN LUCKSCHEITER (Potsdam): Joachim Friedrich Feller (1673–1726) als Leibniz-Herausgeber117-135
  • NORA GÄDEKE (Hannover): Edition im Netzwerk – Christian Kortholts Godefridi Guil. Leibnitii Epistolae ad diversos und die Sammlung seines Vaters Sebastian Kortholt135-163
  • MALTE-LUDOLF BABIN/ANJA FLECK (Hannover): Johann Daniel Gruber und sein Projekt einer Leibniz-Edition163-185
  • STEFAN LORENZ (Münster): „[…] quelques objections […] par un celebre Protestant Lutherien illustre & du premier ordre entre les Sçavans“ Naudé, Löscher und Leibniz: eine Debatte über die Vollkommenheit Gottes im Vorfeld der Theodizee (1707-1709)185-223
  • URSULA GOLDENBAUM (Atlanta): Eine frühe Rezeption von Leibniz’ Dynamik oder Was wir von der Korrespondenz zwischen Louis Bourguet und Jacob Hermann lernen können223-255
  • PERSONENREGISTER255--1