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Einführung in die Urkundenlehre

Einzeltitel Steiner

2. überarbeitete Auflage
(2017)
166 Pages, 10 schw.-w. Abb.
ISBN 978-3-515-11706-7 (Print)
ISBN 978-3-515-11710-4 (eBook)

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https://elibrary.steiner-verlag.de/book/99.105010/9783515117104

Urkundenlehre ist als Historische Hilfswissenschaft unentbehrlich. Über lange Zeiten hinweg ist das Mittelalter das Urkundenzeitalter schlechthin: Urkunden stellen daher eine der zentralen Quellenarten für diese tausend Jahre europäischer Geschichte dar.

Thomas Vogtherr bietet in diesem Band eine Einführung in Urkunden als Quellen, in den wissenschaftlichen Umgang mit diesen Quellen und in ihre Bedeutung für die Erschließung der mittelalterlichen Geschichte. Er gibt dem Leser das notwendige Handwerkszeug für den Umgang mit Urkunden der Kaiser und Könige, der Päpste sowie anderer Aussteller. Darüber hinaus behandelt er wesentliche Stationen der Wissenschaftsgeschichte und gibt erste Anregungen zur Auswertung von Urkunden – auch im Rahmen kulturwissenschaftlicher Fragestellungen. Abgerundet wird der Band durch umfangreiche Illustrationen und weiterführende Literaturhinweise.

Thomas Vogtherr
Thomas Vogtherr, Professor für Geschichte des Mittelalters an der Universität Osnabrück. Hauptarbeitsgebiete: Diplomatik, Historische Hilfswissenschaften, Landesgeschichte im norddeutschen Raum und Wissenschaftsgeschichte.

  • Inhaltsverzeichnis5-9
  • Vorwort9-11
  • 1. Was ist eine Urkunde? Welche Arten von Urkunden gibt es? Grundlegende Definitionen11-17
    • 1.1 | Der Urkundenbegriff11-13
    • 1.2 | Die Urkundenarten13-15
    • 1.3 | Der Gegenstandsbereich der Diplomatik15-17
  • 2. Die Geschichte der Diplomatik als Wissenschaft. Vom discrimen veri ac falsi zur modernen Semiotik17-24
    • 2.1 | Mabillon und Papebroch17-19
    • 2.2 | Gatterer und Gruber19-21
    • 2.3 | Sickel und Bresslau21-22
    • 2.4 | Diplomatiker und Urkundenforscher22-24
  • 3. Die Entwicklung des Urkundenwesens von der Spätantike bis ins frühe Mittelalter24-43
  • 4. Die Entstehung der Urkunden. Vom Wunsch nach Beurkundung bis zur Aushändigung an den Empfänger43-54
    • 4.1 | Die Kanzlei als Ort der Beurkundung und als Problem der Forschung44-46
    • 4.2 | Der Beurkundungsvorgang am Kaiser- bzw. Königshof46-49
    • 4.3 | Der Beurkundungsvorgang an der päpstlichen Kurie49-52
    • 4.4 | Der Beurkundungsvorgang in städtischen Kanzleien52-54
  • 5. Äußere Merkmale der Urkunden. Beschreibstoffe, Layout, Schrift, graphische Zeichen und Beglaubigungsmittel54-77
    • 5.1 | Beschreibstoffe54-56
    • 5.2 | Layout56-57
    • 5.3 | Schrift57-60
    • 5.4 | Graphische Zeichen60-63
    • 5.5 | Beglaubigungsmittel63-77
  • 6. Innere Merkmale der Urkunden77-92
    • 6.1 | Innere Merkmale von Königsurkunden78-81
    • 6.2 | Beispiel einer Königsurkunde: Otto II. für das Bistum Straßburg von 97681-84
    • 6.3 | Innere Merkmale von Papsturkunden84-85
    • 6.4 | Beispiel einer Papsturkunde: Papst Innozenz II. für das Kloster Walkenried 113885-88
    • 6.5 | Innere Merkmale von Privaturkunden88-90
    • 6.6 | Der Sonderfall der Notariatsinstrumente90-92
  • 7. Die Urkundensprache: Vom Latein zu den Volkssprachen92-101
    • 7.1 | Das sprachliche Erbe der Antike92-94
    • 7.2 | Die Dominanz des Latein im frühen und hohen Mittelalter94-95
    • 7.3 | Sprachliche Eigenheiten der Urkundensprache95-96
    • 7.4 | Das Aufkommen der Volkssprachen als Urkundensprachen96-99
    • 7.5 | Der Sonderfall England99-101
  • 8. Die Überlieferung der Urkunden – Original und Abschriften101-110
    • 8.1 | Originale und Konzepte, Formeln und Formelsammlungen101-104
    • 8.2 | Systematik der Abschriften104-105
    • 8.3 | Transsumpt und Vidimus105-106
    • 8.4 | Register und Kopialbuch106-110
  • 9. Urkundenfälschungen110-128
    • 9.1 | Typologie der Urkundenfälschungen111-112
    • 9.2 | Art, Umfang und Motive von Urkundenfälschungen – Mentalitäten und Bestrafung der Fälscher112-128
  • 10. Drei Fallstudien – Die Konstantinische Schenkung, das Privilegium maius und die Urkundenfälschungen des Georg Friedrich Schott128-136
    • 10.1 | Die Konstantinische Schenkung (Constitutum Constantini)128-131
    • 10.2 | Das Privilegium Maius131-134
    • 10.3 | Die Urkundenfälschungen des Georg Friedrich Schott134-136
  • 11. Neuzeitliches Urkundenwesen136-140
  • 12. Diplomatik – eine historische Kulturwissenschaft?140-148
    • 12.1 | Urkunden und die Zeitkultur141-142
    • 12.2 | Urkunden und die Kultur der Schriftlichkeit bzw. Mündlichkeit142-143
    • 12.3 | Urkunden und die performativen Akte der Erinnerungskultur143-145
    • 12.4 | Urkunden und die Bildwissenschaft145-148
  • Abbildungsnachweise148-149
  • Literatur, Quellen, Internetadressen149-160
  • Sach- und Personenindex160--1