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"Fremdkörper im Sowjet-Organismus"

Deutsche Agrarkonzessionen in der Sowjetunion 1922–1934

Quellen und Studien zur Geschichte des östlichen Europa
Band 86

1. Edition
(2017)
339 Pages, 26 schw.-w. Tab.
ISBN 978-3-515-11762-3 (Print)
ISBN 978-3-515-11763-0 (eBook)

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https://elibrary.steiner-verlag.de/book/99.105010/9783515117630

Lenin verstand das sowjetische Konzessionsgeschäft mit ausländischen Privatunternehmern als "eine Art Krieg, ein kriegerischer Wettkampf zweier Methoden, zweier Formationen, zweier Wirtschaftssysteme – des kommunistischen und des kapitalistischen." In der Tat kam es zu zahlreichen Konflikten zwischen den Konzessionären und den sowjetischen Behörden.

Anhand des Fallbeispiels der deutschen Agrarkonzessionen Drusag, Druag und Krupp-Manytsch untersucht Marina Schmieder das deutsch-sowjetische Konzessionsgeschäft in der Zeit der Weimarer Republik. Die Studie zeigt, dass dieses sowohl durch die wechselhafte Wirtschaftspolitik der Sowjetregierung als auch durch die Schwankungen in der Außenpolitik der beiden Staaten beeinflusst wurde.

Marina Schmieder
Marina Schmieder, Studium der Geschichte in Barnaul (Russland) und in Vechta (Niedersachsen). Seit März 2015 Projektleiterin der Ausstellung „Dinge und Menschen. Objektbezogene Kulturgeschichte im Umfeld von Spätaussiedlern“ im Museumsdorf Cloppenburg. Forschungsinteressen: deutsch-sowjetische Beziehungen, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Unternehmensgeschichte, Konzessionsforschung, Kultur und Geschichte der Russlanddeutschen.

  • INHALTSVERZEICHNIS7-11
  • VORWORT11-13
  • 1 EINLEITUNG13-27
    • 1.1 ZUR DEFINITION VON KONZESSIONEN14-15
    • 1.2 QUELLENBASIS15-18
    • 1.3 STAND DER KONZESSIONSFORSCHUNG IN DEUTSCHLAND UND RUSSLAND18-23
    • 1.4 LEITFRAGEN UND VORGEHENSWEISE23-25
    • 1.5 ERLÄUTERUNGEN25-27
  • 2 RAHMENBEDINGUNGEN DES KONZESSIONSGESCHÄFTS27-48
    • 2.1 KONZESSIONSKLIMA IN SOWJETRUSSLAND ZU BEGINN DER 1920ER JAHRE27-35
    • 2.2 STAATLICHE FÖRDERUNG DES KONZESSIONSGESCHÄFTS IN DEUTSCHLAND35-48
  • 3 ANFÄNGE DES KONZESSIONSGESCHÄFTS IM AGRARSEKTOR48-90
    • 3.1 INTENTIONEN DER KONZESSIONSPARTNER48-59
    • 3.2 KONZESSIONSVERGABE IN DER LANDWIRTSCHAFT59-72
    • 3.3 ZUSTANDEKOMMEN DER KONZESSIONSVERTRÄGE72-90
  • 4 VON DER KONZESSIONSGRÜNDUNG BIS ZUR KRISE90-133
    • 4.1 ORGANISATIONSPHASE DER DEUTSCHEN AGRARKONZESSIONEN (1923/24 BIS 1926)90-119
      • 4.1.1 Betriebsorganisation und -führung90-105
      • 4.1.2 Personalpolitik105-119
    • 4.2 DIE UNTERNEHMENSKRISE VON 1926 UND IHRE GRÜNDE119-133
  • 5 SANIERUNGSAKTION 1926/1927133-142
    • 5.1 SUBVENTIONSGESUCHE BEI DER REICHSREGIERUNG133-138
    • 5.2 AUFLÖSUNG DER DRUAG138-142
  • 6 WIRTSCHAFTLICHE FORTENTWICKLUNG NACH DER UNTERNEHMENSKRISE142-193
    • 6.1 ABÄNDERUNGEN DER KONZESSIONSVERTRAGSBEDINGUNGEN142-148
    • 6.2 DIE MANYTSCH UNTER NEUER LEITUNG. 1926 BIS 1928148-150
    • 6.3 DIE MANYTSCH SEIT DER REORGANISATION IN DIE GEMISCHTE GESELLSCHAFT 1928 BIS ZUR AUFLÖSUNG 1934150-162
    • 6.4 AUFSTIEG DER DRUSAG UNTER FRITZ DITTLOFF162-188
      • 6.4.1 Ausbau von Produktionsbereichen165-175
      • 6.4.2 Betriebsorganisation und Personalpolitik175-178
      • 6.4.3 Landwirtschaftliche Versuchstätigkeit178-183
      • 6.4.4 Einkünfte aus der Landwirtschaft183-185
      • 6.4.5 Die Drusag als agrikultureller Nutzfaktor in der Region185-188
      • 6.4.6 Die Drusag als Reiseziel188-193
  • 7 PROBLEME DER KONZESSIONSLEITUNG DER DRUSAG BEI DER ANWENDUNG KAPITALISTISCHER WIRTSCHAFTSWEISE UNTER DEN BEDINGUNGEN DER ZENTRALVERWALTUNGSWIRTSCHAFT193-203
    • 7.1 DIE RADIKALE AGRARPOLITIK DER SOWJETREGIERUNG UND DER KAMPF GEGEN DEN PRIVATHANDEL193-195
    • 7.2 KOMMERZHANDEL DER DRUSAG195-198
    • 7.3 SOWJETORGANE GEGEN DAS „SPEKULATIONSUNTERNEHMEN“198-203
  • 8 GEWERKSCHAFTSPOLITIK GEGENÜBER KONZESSIONSBETRIEBEN203-232
    • 8.1 ZUR STRUKTUR UND DER FRAGE DER UNABHÄNGIGKEIT DER SOWJETISCHEN GEWERKSCHAFT203-205
    • 8.2 BETRIEBSORGANE UND IHRE BEZIEHUNGEN ZUR KONZESSIONSLEITUNG205-216
    • 8.3 KONFLIKTREICHE PERSONALFRAGE216-222
    • 8.4 UNTERNEHMENSINTERESSE UND GEWERKSCHAFTSFORDERUNGEN IM KONFLIKT222-232
  • 9 SCHAUPROZESS GEGEN DIE LEITUNG DER DRUSAG232-261
    • 9.1 AUFLÖSUNGS- UND PROZESSWELLE GEGEN AUSLÄNDISCHE KONZESSIONEN 1929/30 ALS ZEICHEN DER AUFGABE DER KONZESSIONSPOLITIK232-239
    • 9.2 AUSSENPOLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN DES SCHAUPROZESSES: RAPALLO-KRISE239-241
    • 9.3 OFFENSIVE DER ZENTRALORGANE GEGEN DIE DRUSAG241-250
    • 9.4 „KESSELTREIBEN“ DER GEWERKSCHAFT250-251
    • 9.5 GPU-AKTIVITÄTEN GEGEN KONZESSIONEN251-255
    • 9.6 VERLAUF DES SCHAUPROZESSES255-257
    • 9.7 DIE FORTFÜHRUNG DER ANTISOWJETISCHEN PRESSEWELLE IN DEUTSCHLAND ALS AUSWIRKUNG DES DRUSAG-ZWISCHENFALLS257-261
  • 10 SCHLICHTUNG DER „DRUSAG-AFFÄRE“261-271
  • 11 ABÄNDERUNG DER VERTRAGSBEDINGUNGEN271-277
  • 12 VORZEITIGE AUFLÖSUNG DER DRUSAG 1933277-293
  • 13 AUSBLICK: DER BETRIEB UND SEIN PERSONAL NACH DER AUFLÖSUNG293-299
  • 14 ZUSAMMENFASSUNG UND ERGEBNISSE299-304
  • TABELLEN304-311
  • REGISTER311-318
    • PERSONENREGISTER311-314
    • FIRMEN- UND INSTITUTIONENREGISTER314-316
    • SACH- UND ORTSREGISTER316-318
  • VERZEICHNISSE318-322
    • TABELLENVERZEICHNIS318-319
    • ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS319-321
    • VERZEICHNIS DER FACHAUSDRÜCKE321-322
  • QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS322-328
    • UNGEDRUCKTE QUELLEN322-325
    • GEDRUCKTE QUELLEN325-328
    • LITERATURVERZEICHNIS328--1