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Die "New Commonwealth Society"

Ein Ideen-Laboratorium für den supranationalen europäischen Integrationsprozess

Studien zur modernen Geschichte
Band 64

1. Edition
(2017)
376 Pages
ISBN 978-3-515-11798-2 (Print)
ISBN 978-3-515-11799-9 (eBook)

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https://elibrary.steiner-verlag.de/book/99.105010/9783515117999

Anhand der New Commonwealth Society (NCS) zeigt Christoph Ploß, dass die supranationalen Wurzeln des europäischen Integrationsprozesses nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs tiefer liegen, als es ein Großteil der Forschung bisher vermutet hat. Bereits 1932 gründete der walisische Politiker Lord David Davies zusammen mit Völkerrechtlern, Politikern und Diplomaten die NCS. Ihr Ziel: eine Rechtsordnung mit einer über den Nationalstaaten stehenden Instanz zu schaffen, um dadurch Frieden und Wohlstand in der Welt zu gewährleisten. Die NCS unterstützte anfangs den Völkerbund und wollte ihn mit ihrer Rechtsphilosophie institutionell stärken. In der Folgezeit konzentrierte sich die NCS zunehmend auf den europäischen Kontinent und entwickelte konkrete Vorstellungen zur Einigung Europas, die auch Einfluss auf die europäischen Integrationsbemühungen in der Nachkriegszeit hatten. Noch im Verlauf der 1930er Jahre schlossen sich neben der Schweizer Europa-Union vor allem prominente Politiker aller bedeutenden Parteien Großbritanniens der NCS an; darunter auch die späteren Premierminister Winston Churchill, Clement Attlee und Harold Macmillan.

Christoph Ploß
Christoph Ploß studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Hamburg; Stipendiat der Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung; 2017 Abschluss der Promotion an der Universität Hamburg. Ploß´ Forschungsschwerpunkte sind die Europabewegungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die Heranbildung supranationaler Europaideen und die historische Entwicklung der britischen Europapolitik.

  • INHALTSVERZEICHNIS5-7
  • VORWORT7-9
  • EINLEITUNG9-43
  • I. „THE PROBLEM OF THE TWENTIETH CENTURY“ UND DAS „NEW COMMONWEALTH“ (1932–1934)43-107
    • A. DAS GRUNDÜBEL DER STAATENGEMEINSCHAFT: INTERNATIONALE ANARCHIE50-60
    • B. DAS „NEW COMMONWEALTH“: SUPRANATIONALITÄT ALS ALLHEIMITTEL ZUR FRIEDENSSICHERUNG UND STEIGERUNG DES WOHLSTANDS60-86
    • C. RECHTSPHILOSOPHISCHE ANSÄTZE ALS GRUNDLAGE FÜR DEN FRIEDEN86-107
  • II. DIE GRÜNDUNG DER „NEW COMMONWEALTH SOCIETY“ (NCS) (1932–1933)107-135
  • III. DAS „EUROPEAN COMMONWEALTH“ (1934–1939)135-179
    • A. PARADIGMENWECHSEL: DER WEG NACH EUROPA BEGINNT135-140
    • B. DIE INSTITUTIONEN DES „EUROPEAN COMMONWEALTH“140-152
    • C. DIE „SCHWEIZER EUROPA-UNION“152-162
    • D. EINSCHÄTZUNG DER SITUATION IN EUROPA162-179
  • IV. DER ZWEITE WELTKRIEG: „A FEDERATED EUROPE“ ALS MODELL FÜR DIE NACHKRIEGSZEIT (1939–1945)179-222
    • A. DIE NCS VOR DEM ZWEITEN WELTKRIEG179-182
    • B. KONZEPTIONEN DER NCS FÜR DAS „NEUE EUROPA“182-218
      • ba) Lord Davies und sein Buch „A Federated Europe“186-193
      • bb) Ein europäischer Bundesstaat193-208
      • bc) Ein Kontinuitätsfaden: Supranationalität als Allheilmittel für Europa208-214
      • bd) Die Rolle Deutschlands im „neuen Europa“214-218
    • C. DIE ORGANISATORISCHE ENTWICKLUNG DER NCS WÄHREND DES ZWEITEN WELTKRIEGS218-222
  • V. NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG (AB 1945)222-245
    • A. POSITIONEN DER NCS: EIN SUPRANATIONALES EUROPA MUSS REALITÄT WERDEN222-234
    • B. DAS „HERTENSTEINER PROGRAMM“234-241
    • C. DIE ORGANISATORISCHE ENTWICKLUNG DER NCS NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG241-245
  • VI. DIE PROBE AUFS EXEMPEL245-326
    • A. WINSTON CHURCHILL245-285
    • B. CLEMENT ATTLEE285-310
    • C. HAROLD MACMILLAN310-326
  • SCHLUSS326-334
  • ABSTRACT334-339
  • QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS339-347
    • UNVERÖFFENTLICHTE QUELLEN339-341
    • VERÖFFENTLICHTE QUELLEN341-347
    • LITERATURVERZEICHNIS347--1