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Wirtschaftserfolg zwischen Zufall und Innovativität

Oberdeutsche Städte und ihre Exportwirtschaft im Vergleich (1350–1550)



1. Edition
(2017)
580 Pages, 15 schw.-w. Abb., 6 schw.-w. Tab.
ISBN 978-3-515-11804-0 (eBook)

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https://elibrary.steiner-verlag.de/book/99.105010/9783515118040

Wie erklärt sich Wirtschaftserfolg? Dieser Frage geht Beat Fumasoli mit Blick auf die gewerbliche Exportwirtschaft von oberdeutschen Städten im Spätmittelalter nach. Der oberdeutsche Wirtschaftsraum gewann besonders ab dem 14. Jahrhundert stark an Bedeutung – seine zentrale Lage in der Mitte Europas ermöglichte einen weit ausgreifenden Exporthandel in alle Himmelsrichtungen. Mit Augsburg, Basel, Freiburg im Üechtland, Nördlingen, Nürnberg, Passau, Ravensburg, Regensburg, Schwäbisch Gmünd, Speyer, St. Gallen und Wangen im Allgäu betrachtet Fumasoli gut ein Fünftel der oberdeutschen Städte mit Exportgewerbe und unterzieht sie einem systematischen Vergleich. Dieser erstreckt sich auf alle potenziell relevanten Einflussfaktoren des exportgewerblichen Wirtschaftserfolgs: von den Rahmenbedingungen für Produktion und Handel bis hin zu den Organisations- und Absatzstrategien der Wirtschaftsakteure und ihrer Kooperation in einem hochgradig arbeitsteiligen Gesamtsystem. Ständige Begleiter der Suche nach verbreiteten Erfolgsmustern sind die beiden Leitbegriffe "Zufall" und "Innovativität" sowie die grundlegende Frage, inwieweit sich Erfolg überhaupt gezielt herbeiführen ließ.

Beat Fumasoli
Beat Fumasoli studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Bern. Er arbeitet als Redaktor und Protokollführer für das schweizerische Parlament und promovierte parallel dazu in Bern.

  • INHALTSVERZEICHNIS5-9
  • VORWORT9-11
  • VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN, TABELLEN UND ABKÜRZUNGEN11-15
  • I. EINLEITUNG15-73
    • 1. ALLGEMEINES UNTERSUCHUNGSKONZEPT15-49
      • 1.1 Thematischer, räumlicher und zeitlicher Rahmen15-21
      • 1.2 Fragestellung und Klärung der Leitbegriffe21-47
      • 1.3 Methodisches Vorgehen und Aufbau der Untersuchung47-49
    • STÄDTEAUSWAHL49-71
      • 2.1 Überblick über die oberdeutschen Städte mit Exportgewerbe50-62
      • 2.2 Repräsentativität der Auswahlstädte62-71
      • 2.3 Vergleichsstädte und Gründe für ihren Einbezug71-73
  • II. WIRTSCHAFTSSTRUKTUR UND -STÄRKE DER EINZELSTÄDTE73-157
    • 1. AUSWAHLSTÄDTE MIT SCHWERPUNKT IM TEXTILGEWERBE75-110
      • 1.1 Augsburg75-82
      • 1.2 Fribourg82-86
      • 1.3 Nördlingen86-92
      • 1.4 Ravensburg92-97
      • 1.5 Speyer97-102
      • 1.6 St. Gallen102-108
      • 1.7 Wangen108-110
    • 2. AUSWAHLSTÄDTE MIT SCHWERPUNKT IM METALLGEWERBE110-143
      • 2.1 Nürnberg110-134
      • 2.2 Passau134-139
      • 2.3 Schwäbisch Gmünd139-143
    • 3. VERGLEICHSSTÄDTE143-154
      • 3.1 Basel143-148
      • 3.2 Regensburg148-154
    • 4. ÜBERBLICK (WOHLSTANDSVERGLEICH)154-157
  • III.FAKTOREN DES WIRTSCHAFTSERFOLGS: UNTERSUCHUNG DER POTENZIELL WICHTIGEN ASPEKTE157-495
    • 1. AUSBLEIBEN NEGATIVER EXTREMEREIGNISSE157-171
      • 1.1 Naturkatastrophen, Feuersbrünste und Seuchen157-163
      • 1.2 Kriege163-169
      • 1.3 Zwischenfazit169-171
    • 2. STANDORTBEDINGUNGEN171-263
      • 2.1 Produktionsfaktoren172-196
      • 2.2 Absatzfaktoren196-219
      • 2.3 Gewachsene lokale und regionale Wirtschaftsstrukturen219-242
      • 2.4 Politisch-institutionelle Standortfaktoren242-256
      • 2.5 Zwischenfazit256-263
    • 3. HANDELS- UND FINANZPLATZSTRUKTUR263-311
      • 3.1 Träger des Groß- und Fernhandels264-296
      • 3.2 Kreditwesen296-308
      • 3.3 Zwischenfazit308-311
    • 4. ABSATZSTRATEGIEN UND ORGANISATION DER PRODUKTION311-370
      • 4.1 Handelsseitige Chancen, Strategien und Praktiken311-321
      • 4.2 Zwischen Qualitäts- und Massenproduktion321-339
      • 4.3 Expansion der Stadtwirtschaft aufs Land339-354
      • 4.4 Verlagswesen und ähnliche Formen der Produktionsorganisation354-365
      • 4.5 Zwischenfazit365-370
    • 5. FORTSCHRITTLICHKEIT BEI TECHNOLOGIE UND SORTIMENT370-415
      • 5.1 Mechanisierung als Folge einer „industriellen Revolution“ des Hochmittelalters?377-380
      • 5.2 Produkt- und Prozessinnovationen des Spätmittelalters380-405
      • 5.3 Spezialistenmigration, Technologietransfer und Imitation405-409
      • 5.4 Anpassungsfähigkeit und Vielfalt im Produktbereich409-412
      • 5.5 Zwischenfazit412-415
    • 6. STÄDTISCHE WIRTSCHAFTSPOLITIK415-485
      • 6.1 Standortpolitische Rahmenbedingungen418-434
      • 6.2 Handelspolitik434-448
      • 6.3 Gewerbe- und Zunftpolitik448-471
      • 6.4 Wirtschaftspolitik als Interessenvertretung471-485
      • 6.5 Zwischenfazit485-495
  • IV. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN495-517
  • QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS517-569
    • 1. QUELLEN UND QUELLENEDITIONEN517-520
    • 2. LITERATUR520-569
  • ORTS- UND PERSONENREGISTER569--1