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Erfahrungsräume der Demokratie

Zum Staatsdenken von Alexis de Tocqueville

Staatsdiskurse
Band 33

1. Edition
(2017)
258 Pages
ISBN 978-3-515-11835-4 (Print)
ISBN 978-3-515-11836-1 (eBook)

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https://elibrary.steiner-verlag.de/book/99.105010/9783515118361

Alexis de Tocqueville ist einer der großen Klassiker der politischen Ideengeschichte. Vor allem in den USA und Frankreich übt der französische Staatsmann und Demokratietheoretiker einen nachhaltigen Einfluss auf Historiker, Philosophen, Politikwissenschaftler, Soziologen, Theologen und progressive Reformer aus. Die Rezeptionsliteratur ist heute so vielfältig, dass sie selbst zum Gegenstand wissenschaftlicher Arbeiten wurde. Eine klare, theoretische oder politische Einordnung Tocquevilles kann und soll angesichts dessen nicht Ziel dieses Bandes sein. Im Fokus steht vielmehr die Frage, ob und inwiefern Tocqueville auch für die zeitgenössische Demokratietheorie anschlussfähig ist. Die Autorinnen und Autoren widmen sich daher zum einen denjenigen Aspekten seines Werks, in welchen die moderne Demokratie auf ihre gleichheits- und freiheitsgefährdenden Tendenzen untersucht wird. Zum anderen gehen sie der Frage nach, welche Bedeutung der französische Staatsmann für die aktuellen Reformdebatten hat, etwa bei der Diskussion um Religionsfreiheit, im Strafrecht, der Föderalismusreform oder in der Sozialpolitik.

Skadi Krause
Skadi Siiri Krause ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zwischen 2013 und 2016 arbeitete sie im DFG Projekt „Theorie und Praxis der Demokratie. Tocquevilles erfahrungswissenschaftliche Konzeption einer Neuen Wissenschaft der Politik“. Sie setzt sich seit Jahren mit Tocqueville auseinander und arbeitet auch als Tocqueville-Übersetzerin.

  • EDITORIAL5-7
  • INHALTSVERZEICHNIS7-9
  • 1. EINLEITUNG9-25
    • Skadi Siiri Krause: Der Demokratietheoretiker Tocqueville. Kontexte, Interpretationen und Neuaneignungen11-25
  • 2. REZEPTIONSGESCHICHTE25-69
    • Daniel Schulz: Tocqueville in der Bundesrepublik27-41
    • Juri Auderset: Tocqueville und die Demokratie in der Schweiz. Analysen, Rezeptionsfelder und Aktualisierungen41-69
  • 3. WERKIMMANENTE INTERPRETATIONEN UND EINORDNUNGEN69-151
    • Skadi Siiri Krause: Demokratische Repräsentation und Freiheitserfahrung71-89
    • Dirk Jörke: Tocquevilles Kritik demokratischer Institutionen und Praktiken89-111
    • Skadi Siiri Krause: Eine Gesellschaft von Gleichen. Tocqueville über die Demokratie als Staats-, Gesellschafts- und Lebensform111-127
    • Oliver Hidalgo: Tocqueville und die Frage der Religion in der modernen Demokratie127-151
  • 4. PRAKTISCH-POLITISCHE AUSEINANDERSETZUNGEN MIT TOCQUEVILLES WERK151-259
    • Albert W. Dzur: Bürgerbeteiligung und der Strafvollzugsstaat. Eine kritische Rekonstruktion von Tocquevilles Betrachtung über Berufsrichter und Jurys in einer Demokratie153-179
    • David Lewis Schaefer: Tocqueville und die Anti-Föderalisten über Föderalismus. Lektionen für heute179-199
    • Alan S. Kahan: Tocqueville und das Problem der Armut199-213
    • Jimena Hurtado: Alexis de Tocqueville über die unerfüllten Versprechen der demokratischen Revolution213-231
    • Ahmet Cavuldak: Die Übertragung demokratischer Lernprozesse bei Tocqueville – von den USA über Frankreich bis zur islamischen Welt?231-259
  • AUTORINNEN UND AUTOREN259--1