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Zur Bedeutung von Wohltaten für das Gedeihen von Gemeinschaft

Cicero, Seneca und Laktanz über "beneficia"



1. Edition
(2017)
277 Pages
ISBN 978-3-515-11858-3 (eBook)

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https://elibrary.steiner-verlag.de/book/99.105010/9783515118583

Senecas Schrift "De beneficiis" ist einzigartig in der uns überlieferten Literatur der griechisch-römischen Antike. Gleichwohl gehört "De beneficiis" in eine lange Reihe – für uns leider nicht überlieferter – themengleicher Traktate, die ebenfalls von Stoikern verfasst wurden. Das Interesse an der Materie entspringt deren Relevanz für die stoische Ethik: Diese kreist um die Frage gemeinschaftlichen Miteinanders, welches als die dem Menschen gemäße Lebensform gilt.

In der römischen Literatur finden sich – wenngleich weniger ausführlich und mit je anderem Fokus – bei Cicero und Laktanz ebenfalls stoisch rückgebundene Annäherungen an die Thematik. Doch wenngleich Cicero, Seneca und Laktanz die Überzeugung der gemeinschaftsstiftenden Kraft von Wohltaten teilen, sind ihre Begründungen, in welcher Weise wohltätiges Verhalten gemeinschaftliches Miteinander befördert, sehr verschieden. Und auch in ihren Vorstellungen, welche Form von Gemeinschaft durch Wohltaten gestiftet bzw. gestärkt wird, unterscheiden sie sich maßgeblich voneinander.

Ausgezeichnet mit dem Dissertationspreis der Warburg-Melchior-Olearius-Stiftung.

Antje Junghanß
Antje Junghanß hat in Dresden Französisch, Latein und Italienisch studiert. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin im latinistischen Teilprojekt des Dresdner SFB 804 "Transzendenz und Gemeinsinn". Aktuell ist sie wissenschaftliche Assistentin am Institut für Klassische Philologie sowie wissenschaftliche Geschäftsführerin des SFB 1285 "Invektivität. Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung".

  • INHALT7-11
  • VORWORT11-13
  • EINLEITUNG13-35
    • FRAGESTELLUNG13-17
    • UNTERSUCHUNGSGANG17-18
    • VORÜBERLEGUNGEN18-30
      • Zu den lateinischen Begriffen18-22
      • Zur stoischen Ethik22-27
      • Zum Patronagesystem27-30
      • Das beneficium als Gabe und Mitteilung30-35
  • CICERO, DE OFFICIIS35-105
    • FORSCHUNGSSTAND35-39
    • AUSRICHTUNG UND PERSPEKTIVE39-43
    • BEHANDLUNG DER BENEFICENTIA IN DE OFFICIIS43-44
    • WOHLTATEN UND GEMEINSCHAFTLICHES GEDEIHEN44-102
      • natura und honestum: Grundlegung der beneficentia44-56
      • Sed habet multas cautiones: Beneficentia und suum cuique56-75
      • In universorum animos tamquam influere: beneficentia und utile75-84
      • Aut opera aut pecunia: Wohltaten der Führungsschicht84-95
      • Suum cuique tribuere: Schuld als Bindemittel95-102
    • ZUSAMMENFASSUNG102-105
  • SENECA, DE BENEFICIIS105-185
    • FORSCHUNGSSTAND105-111
    • AUSRICHTUNG UND PERSPEKTIVE111-114
    • STRUKTUR114-116
    • WOHLTATEN UND GEMEINSCHAFTLICHES GEDEIHEN116-181
      • Danda lex vitae: Thematische Grundlegung116-133
      • Docendi sunt libenter dare, libenter accipere, libenter reddere: Anleitungen für Wohltäter und Empfänger133-146
      • Res per se expetendae: Stoische Verankerung von beneficium und gratia146-163
      • Pares animo, inpares fortuna: Beneficium und societas163-178
      • Hanc materiam consummari decet: Senecas Fazit am Werkende178-181
    • ZUSAMMENFASSUNG181-185
  • LAKTANZ, DIVINAE INSTITUTIONES185-261
    • FORSCHUNGSSTAND185-188
    • AUSRICHTUNG UND PERSPEKTIVE188-193
    • STRUKTUR193-195
    • WOHLTATEN UND GEMEINSCHAFTLICHES GEDEIHEN195-257
      • Tam liberales fuisse homines: Bedingung und Kennzeichen harmonischer Gemeinschaft195-210
      • Omnibus immortalitatem spopondit: Perspektive wohltätigen Handelns210-221
      • Quod homini tribueris, deo tribuitur: Christliche Verankerung der beneficentia221-244
      • Notionem veritatis munus summ fecit: Beneficentia und Beziehungsstiftung244-257
    • ZUSAMMENFASSUNG257-261
  • FAZIT261-267
  • LITERATURVERZEICHNIS267--1