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Die Daimler-Benz AG in den Jahren 1933 bis 1945

Eine Dokumentation

Einzeltitel Steiner

3. Edition
(2017)
394 Pages, 50 schw.-w. Tab., 82 Dokumente, 2 schw.-w.
ISBN 978-3-515-11782-1 (Print)
ISBN 978-3-515-11899-6 (eBook)

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https://elibrary.steiner-verlag.de/book/99.105010/9783515118996

Mit der wissenschaftlichen Untersuchung der eigenen Geschichte während des Nationalsozialismus im Vorfeld des 100-jährigen Automobiljubiläums gehörte Daimler-Benz 1983 zu einem der ersten Unternehmen, die diesen damals mutigen Schritt in die Öffentlichkeit wagten. Die Ergebnisse dieser Untersuchung – ergänzt durch erstmals veröffentlichte Dokumente aus dem Daimler-Benz-Archiv – sind immer noch von Bedeutung und erscheinen mit diesem Band in dritter Auflage. Der Vorstoß in wissenschaftliches Neuland hat inzwischen zahlreiche weitere unternehmensgeschichtliche Forschungen zur Zeit des Nationalsozialismus hervorgebracht.

Daimler-Benz konnte 1933 als drittgrößtes deutsches Automobilunternehmen wegen Hitlers Verkehrs- und Aufrüstungspolitik die Produktion steigern und wurde zu einem wichtigen Rüstungslieferanten des nationalsozialistischen Regimes. Mit Kriegsausbruch endete die zivile Produktion, die Herstellung von Lastkraftwagen, Panzern und Motoren für Flugzeuge und die Marine standen im Vordergrund. Parallel zum Produktionsausbau wuchs die Zahl der Beschäftigten – seit Kriegsanfang zählten dazu zunehmend Zwangsarbeiter.

Hans Pohl
Hans Pohl, geb.1953, emeritierter ordentlicher Universitätsprofessor der Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Forschungsschwerpunkte: Unternehmens- und Bankengeschichte.

Stephanie Habeth-Allhorn
Stephanie Habeth-Allhorn, geb. 1956, studierte Geographie und Geschichte mit Schwerpunkt Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. Anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte sowie Archivarin beim Bundesverband der Deutschen Industrie. Seit 2003 Kulturreferentin bei der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria, Köln.

Beate Brüninghaus
Beate Brüninghaus, geb. 1953, hat an der Bonner Universität Geschichte, Germanistik, Politische Wissenschaft und Kunstgeschichte studiert und war von 1983 bis 1992 Geschäftsführerin der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte in Köln. Seitdem ist sie in der Öffentlichkeitsarbeit in der Wirtschaft tätig.

  • INHALTSVERZEICHNIS5-9
  • VORWORT ZUR 3. AUFLAGE9-11
  • VORWORT11-17
  • EINFÜHRUNG17-25
  • 1. UNTERNEHMENSFÜHRUNG25-70
    • 1.1. ORGANISATION25-26
    • 1.2. VORSTAND26-51
      • 1.2.1. Parteimitgliedschaften der leitenden Führungskräfte28-33
      • 1.2.2. Vorstandsbesetzung nach dem Tode Dr. Kissels im Jahre 194233-35
      • 1.2.3. Kontakte zur politischen Führung35-51
    • 1.3. AUFSICHTSRAT51-58
    • 1.4. MITGLIEDSCHAFTEN IN UND BEITRÄGE DER DAIMLER-BENZ AG AN VERBÄNDE UND PARTEIORGANISATIONEN58-66
      • 1.4.1. Der Reichsverband der Automobilindustrie59-64
      • 1.4.2. Nationalsozialistisches Kraftfahr-Korps64-66
      • 1.4.3. Zuwendungen an andere Verbände und Parteiorganisationen66-70
  • 2. PRODUKTION70-108
    • 2.1. EINFLUSSNAHME DES STAATES AUF DIE PRODUKTION VON KRAFTFAHRZEUGEN70-79
      • 2.1.1. Vereinheitlichung der Kraftfahrzeugtypen vor Kriegsausbruch75-76
      • 2.1.2. Einschränkung der Produktion während des Krieges76-78
      • 2.1.3. Einflußnahme des Staates auf die Produktion von Flugmotoren und Triebwerken78-79
    • 2.2. ZIVILE UND MILITÄRISCHE PRODUKTPALETTE DER DAIMLER-BENZ AG79-87
    • 2.3. PRODUKTIONSSTÄTTEN87-102
      • – Werk Untertürkheim87-88
      • – Werk Sindelfingen88-88
      • – Werk Mannheim88-88
      • – Werk Gaggenau88-89
      • – Werk Marienfelde89-89
      • – Werk Königsberg89-90
      • – Daimler-Benz Motoren GmbH, Genshagen90-92
      • – Daimler-Benz GmbH, Kolmar92-93
      • – Daimler-Benz GmbH Neupaka/Protektorat93-94
      • – Flugmotorenwerk Reichshof GmbH (Debag Ostwerke GmbH)94-95
      • – Flugmotorenwerke Ostmark GmbH, Wien95-98
      • – Werk Backnang98-98
      • – Verlagerungen von Produktionsstätten98-102
    • 2.4. ZUSAMMENARBEIT DER DAIMLER-BENZ AG MIT DER DEUTSCHEN AUTOMOBIL- UND MOTOREN-INDUSTRIE102-104
      • 2.4.1. 4,5-to-Lkw103-104
      • 2.4.2. 3-to-Opel ‚Blitz‘104-108
  • 3. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG108-123
    • 3.1. MOTOREN108-112
      • 3.1.1. Flugmotoren108-110
      • 3.1.2. Marinemotoren110-111
      • 3.1.3. Luftschiffmotoren111-112
    • 3.2. MILITÄRISCHE FAHRZEUGE112-117
    • 3.3. RENNWAGEN117-123
  • 4. ABSATZ123-130
    • 4.1. ALLGEMEINE ENTWICKLUNG123-124
    • 4.2. EXPORT VON ERZEUGNISSEN UND ‚KNOW-HOW‘124-130
  • 5. FINANZIELLE GESCHÄFTSENTWICKLUNG130-145
    • 5.1. KAPITAL UND AKTIEN130-135
    • 5.2. UMSATZ135-138
    • 5.3. INVESTITIONEN138-142
    • 5.4. GESCHÄFTSERGEBNIS/ERGEBNISVERWENDUNG142-145
  • 6. PERSONAL145-182
    • 6.1. MITARBEITERZAHLEN145-148
    • 6.2. LÖHNE UND GEHÄLTER148-154
    • 6.3. ZWANGSARBEITER UND ANGEWORBENE FREMDARBEITER154-176
      • 6.3.1. Fremdarbeiter154-166
      • 6.3.2. Kriegsgefangene166-168
      • 6.3.3. Konzentrationslagerhäftlinge168-176
    • 6.4. ARBEITSBEDINGUNGEN176-182
  • 7. SOZIALLEISTUNGEN182-191
    • 7.1. GESETZLICHE SOZIALLEISTUNGEN182-183
    • 7.2. FREIWILLIGE SOZIALLEISTUNGEN183-188
      • 7.2.1. Unterstützungsfonds184-185
      • 7.2.2. Betriebliche Renten- und Pensionszahlungen185-186
      • 7.2.3. Wohnungsbau186-188
      • 7.2.4. Sonstige Sozialleistungen188-191
  • SCHLUSSBETRACHTUNG191-195
  • ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS195-199
  • DOKUMENTENVERZEICHNIS199-203
  • DOKUMENTENANHANG203-368
  • TABELLENVERZEICHNIS368-370
  • QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS370-395
  • LÄNDER- UND ORTSREGISTER395-398
  • PERSONENREGISTER398-401
  • SACHREGISTER401--1